CorpusExplorer

CorpusExplorer (Update Q1 2019)

CorpusExplorer (Update Q1 2019)

Es ist soweit – ein großes Update wartet auf alle Nutzer*innen des CorpusExplorers.

Hier eine Zusammenfassung der Neuerungen/Verbesserungen:

  • Eine persönliche Angelegenheit zuerst: Seit mehreren Versionen unterstützen mich viele Nutzer*innen bei der Entwicklung, indem Sie der Übermittlung anonymisierter Telemetrie-Daten zustimmen. Euch allen vielen Dank. Meine Erfahrungen die ich dadurch sammeln konnte, sind unersetzlich. Mich störte aber (A) das diese Daten an Dritte (Microsoft Azure) gehen – und – (B) das eigentlich mehr Daten gesammelt werden, als nötig (ich hatte das schon so restriktiv eingestellt wie möglich, aber Azure Application Insights ist sehr sammelfreudig). Als Verfechter von Datensparsamkeit habe ich jetzt eine eigenen Lösung gebaut – der Quellcode für den Server (der die Daten sammelt) findet ihr auf GitHub (https://github.com/notesjor/OpenSourceTelemetrie). Der CorpusExplorer nutzt jetzt also eine eigenen, OpenSource Infrastruktur, die außerdem sehr datensparsam ist. Es werden z. B. keine IP-Adresse mehr protokolliert.
  • Die neue Startseite / die neue Korpus Übersicht
    Für etwas mehr Komfort sorgen die neue Startseite und die neue „Korpus Übersicht“.
    Auf der Startseite gibt es jetzt die Sektion „Aktuelles und Neuigkeiten“ (vielleicht etwas doppelt gemoppelt). In diesem Bereich werden aktuell Meldungen zum CorpusExplorer angezeigt (ein per RSS synchronisierter Newsfeed). Dies Betrifft sowohl Programm-Updates als auch z. B. Workshops (Wer eigenen Workshops bewerben will, kann sich gerne melden – Kontakt). Darunter ist die Sektion „Verfügbar Add-ons“ zu finden. Hier werden alle offiziellen Add-ons des CorpusExplorers aufgelistet, die sich mit einem Klick installieren lassen (auch hier: wer eigene Entwicklung plant oder einstellen möchte – gerne melden).
    Auf der „Korpus Übersicht“ findet sich eine Sektion „Frei verfügbare Korpora“ – Auch diese lassen sich mit einem Klick installieren/abonnieren.
  • Neue Dateiformate:
    • Unterstützung für TEI-XML P5 des CAL²-Projekts
    • Unterstützung für OffeneGesetze.de
    • Export für das SQLite basierte Format von coquery.org (aktuell BETA) – setzt eine Installation des SQLite-Addons voraus.
  • Verbesserungen:
    • Cut-Off-Phrasen sind jetzt strenger (auf Begriff (A) muss Begriff (B) folgen). Die Spanne zwischen den Begriffe A+B wird jetzt ausgegeben und erlaubt ein nachträgliches Filtern.
  • Korrekturen:
    • Verbesserung des CEC6-Stream
    • Die RegEx-Suche in Tabellen wurde verbessert (Spalten wurden nicht korrekt angezeigt, Fehlermeldungen [Easteregg] wurde entfernt).
    • Schnappschuss Refresh wurde verbessert.
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Workshop 19.03./20.02.2019 – „Information Extraction aus frühneuhochdeutschen Texten“

Die automatisierte Erschließung historischer Texte, deren Sprache und Orthografie noch keiner Standardisierung unterliegt, ist schwierig. Am Zentrum für Informationsmodellierung laufen zur Zeit drei Projekte, die sprachlich im Frühneuhochdeutschen angesiedelt sind: die Erforschung frühneuzeitlicher Diplomatenkorrespondenz (fwf, P 30091), die Edition von Reichstagsakten von 1576 (fwf, I 3446) und die Erschließung und Auswertung spätmittelalterlicher Kochrezepte (fwf, I 3614). Um eine computergestützte Aufbereitung sprachlicher Inhalte bei der Texterschließung einsetzen zu können, richten die drei Projekte in Kooperation mit dem HRSM Projekt KONDE – Kompetenznetzwerk Digitale Edition einen Workshop aus, in dem NLP-Methoden und Werkzeuge zum Information Extraction auf frühneuhochdeutsche Texte angewandt werden sollen. Der Workshop umfasst folgende Einheiten:

 

Montag Nachmittag, 18.03.2019:

  • Einführung in die Varianz des Frühneuhochdeutschen (Erika Windberger-Heidenkummer, Universität Graz)

Dienstag, 19.03.2019:

Mittwoch Vormittag, 20.03.2019:

Der Workshop wird auf das Textmaterial der Projekte fokussieren, Interessierte sind aber prinzipiell willkommen! Die Teilnahme ist für zentrumsexterne Personen allerdings kostenpflichtig (€200.-/Person); Anmeldungen bitte bei ta.zarg-inunull@gulk.tumleh

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CorpusExplorer (XMAS Update Dez/Jan 2018/19)

Erstmal wünsche ich allen Nutzer*innen des CorpusExplorers frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2019. Die letzten Tage des Jahres nutze ich, um ein paar Dinge im CorpusExplorer zu verbessert. Folgendes hat sich getan:

  • Übersichtsanzeige wurde verbessert. Bisher wurden die Token (z. B. auf den Übersichtsseiten zu Korpora und Schnappschüssen) immer in Mio. angegeben. Dies führte in letzter Zeit zu einigen Irritationen und Nachfragen wie: „Bei mir zeigt der CorpusExplorer nur 0,00 Token an“. Kleine Korpora erweckten also den Anschein leer zu sein. Die Anzeige der Token und Dokumente skaliert jetzt automatisch in Tausenderschritten – Tsd., Mio. Mrd.
  • OpenThesaurus steht jetzt als Zusatz-Tagger bereit. Damit kann eine Synonym-Suche realisiert werden.
  • AltoXML wurde verbessert (weniger Fehler – schnellere Verarbeitung).
  • Neue Datenformate für Blogger und Tumblr.
  • Geringfügige Verbesserungen an der GUI.
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CorpusExplorer (Update Nov/Dez 2018) – Reguläre Ausdrücke und CutOff-Phrasen

CorpusExplorer (Update Nov/Dez 2018) – Reguläre Ausdrücke und CutOff-Phrasen

Auf einem Workshop in Würzburg (2018-11-09) baten mich mehrere Teilnehmer*innen, dass ich Reguläre Ausdrücke (Regular Expression – kurz RegEx) im CorpusExplorer ermöglichen soll. Bisher habe ich RegEx vermieden – oder zumindest in der Oberfläche gut versteckt. Auch weiterhin halte ich diese hässlichen RegEx-Dinger, die mehr an Marsianisch oder Klingonisch erinnern, als an eine Abfragesprache, für überflüssig und hinderlich, wenn es um die Gestaltung einer grafischen Benutzerschnittstelle geht (als Programmierer weiß ich natürlich den Vorteil von RegEx zu schätzen – hier sei nur auf meinen Favoriten „<[^>]*>“ verwiesen, der sämtliche XML-Tags aus einer Datei entfernen kann).

Es gibt aber zwei Argumente die ich für überzeugend halte:

  1. Es gibt viel existierendes Wissen zu Regulären Ausdrücken – meist in Form mühsam zusammengeklöppelter Abfragen auf Schmierzetteln (ist bei mir nicht anders). Dieses Wissen will man natürlich weiterhin nutzen.
  2. Bei einigen Abfragen, z. B. bei der Suche nach verschiedenen Wortformen können RegEx der/dem Eingeweihten helfen, schneller ans Ziel zu kommen.

Daher führt dieses Update folgende neue Funktionen ein:

  • RegEx für die Erstellung von Schnappschüssen. Mit und ohne Satzgrenzenerkennung.
  • RegEx für alle Tabellen-Analysen, zum schnellen Suchen von Werten.

Zusätzlich gibt es folgende neue Funktionen / Verbesserungen:

  • Neue Analyse unter „Phrasen & Muster“ > „CutOff-Phrasen“.
    Hierbei lässt sich nach Phrasen suchen, die zwischen zwei Begriffen stehen. Eine maximale Spanne kann angegeben werden.

    Neue Analyse: CutOff-Phrasen

  • Das Problem mit hochauflösenden Bildschirmen kurz HighDPI tauchte leider wieder auf. Für diese Bildschirme wurden neue Korrekturen eingeführt.
  • Die Ikonografie für Filter wurde vereinheitlicht / Die Icons auf der Korpusübersichtsseite wurden aufgehübscht.

 

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CorpusExplorer (Update Aug/Sep/Okt 2018) – Favoriten, Formate, Flexibilität und neue Funktionen

Das August/September/Oktober Update des CorpusExploreres bringt eine ganze Liste neuer Funktionen mit sich. Einige vereinfachen die Bedienung, einige erlauben zusätzliche Dateiformate und andere bringen neue Funktionen für Nutzer*innen und Entwickler*innen.

  • Auf Nutzerwunsch wurde unter „Analysen“ ein neuer Menüpunkt hinzugefügt: Favoriten. Häufig genutzte Analysen werden hier per Schnellzugriff aufgelistet. Außerdem ist es möglich, in den Projekteinstellungen eigene Favoriten festzulegen. Diese Favoriten-Settings lassen sich auch Ex-/Importieren. Damit kann man z. B. für ein Seminar bestimmte Analysen voreinstellen.
  • Neue Analyse: Skipgram
  • Neue Dateiformate: Gutenberg DVD 13 (setzt eine entsprechend lizenzierte DVD voraus), DTAbf (vorher nur DTAbf.TCF – jetzt voller Support), PMG-XML, Direkter Import für zuvor mit dem TreeTagger annotierter Dateien (Nutzerwunsch), außerdem Import von CATMA-Dateien (mit und ohne bestehender Annotation). ALTO-XML wird jetzt in der Version 1.2 unterstützt (neuere Versionen folgen). Der WebLicht Im-/Export wurde überarbeitet. Es gab Probleme mit dem Dateiformat – der Im-/Export wurde mit unterschiedlichen Texten validiert.
  • Neue Funktionen für die Konsole:
    • Stilvergleich mittels N-Grammen und Burrows Delta.
    • Analyse mittels MTLD und VOCD
    • Ausgabe ganzer Dokumente mit: get-document
    • get-document-displaynames listet alle Dokumente mit Anzeigename und GUID auf.
    • get-document-metadata [GUID] – hiermit lassen sich die Metadaten eines gewählten Dokuments anzeigen.
    • query-list – Funktioniert wie query, nur das am Ende kein Schnappschuss/Korpus steht, sondern eine Liste mit Dokumenten Anzeigenamen und GUIDs.
    • cluster-list – Funktioniert wie cluster, nur das am Ende keine Schnappschüsse/Korpora stehen, sondern eine Liste mit Dokumenten Anzeigenamen und GUIDs.
    • N-Gramme können jetzt selektiv analysiert werden.
    • Die Hilfe wurde überarbeitet. Optionale Parameter werden zukünftig mit { } hervorgehoben.
    • Der Skript-Modus kommt jetzt mit weniger Aktualisierungen aus. Dies sorgt für eine bessere Anzeigequalität.
    • Die Konsole kann jetzt einen RESTful-Webservice starten. Die Funktion ist aktuell noch experimentell.
  • Der CorpusExplorer ist von Anfang an auf Flexibilität ausgelegt. Dateiformate, Tagger, Analysen, Visualisierungen, uvm. konnten bisher als Add-ons erstellt und nachinstalliert werden. Bei einem Workshop wurde ich gefragt, ob man nicht auch Analysen mit unterschiedlichen Metriken/Algorithmen erweitern könnte (z. B. Vokabularkomplexität – hier gibt es verschiedene Metriken)… also eine bestehende Analyse mit zusätzlichen Features ausstatten kann. Nach einigen Überlegungen ergab sich eine einfache und intuitive API – Diese Add-ons werden als Sideload-Addons bezeichnet. Jede Analyse/Visualisierung kann Sideload-Addons zulassen. Aufruf: Configuration.GetSideloadFeature<T>() – T ist hierbei der Typ (am besten ein Interface oder eine abstrakte Klasse) von dem alle Sideload-Addons erben müssen. Der Aufruf gibt IEnumerable<T> zurück – damit ist sichergestellt, dass eine Analyse/Visualisierung nur Sideload-Addons lädt, die sie auch verarbeiten kann.
  • Kleine Verbesserungen an der Oberfläche und Fehlerkorrekturen – z. B. wurden verschiedene Korpora geladen, so wurden in der Korpusübersicht Layer mit gleichem Namen mehrfach gezählt, jetzt gibt die Übersicht nur unterschiedliche Layer aus.
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CorpusExplorer (Update Juni/Juli 2018) – Sentiment-Detection, Layer wählbar, verbesserte Analysen

CorpusExplorer (Update Juni/Juli 2018) – Sentiment-Detection, Layer wählbar, verbesserte Analysen

Das Update für Juni/Juli 2018 bringt folgende Neuerungen und Verbesserungen mit sich:

  • Sentiment-Detection: Unter den Spezialfunktionen gibt es jetzt das neue Analysemodul „Sentiment Detection“. Damit lassen sich vordefinierte SD-Wörterbücher auf ein(en) Korpus/Schnappschuss anwenden. Eine Besonderheit: Wenn Sie die Analyse starten, können Sie entweder aus einem vorgefertigten Modell wählen, dieses manuell ändern oder ein eigenes Modell laden.

    Neu: Sentiment-Detection

  • KWIC Ansicht überarbeitet: Bisher war die KWIC-Ansicht (Volltextzugriff > Texte suchen (KWIC)) sehr umständlich zu bedienen. Man musste einzelne Ergebnisse nach erfolgreicher Suche manuell anwählen. Die neu überarbeitete KWIC Ansicht nutzt die bereits vielfach bewährte Tabellenansicht zur Darstellung von KWIC-Resultaten.

    Überarbeitet: KWIC

  • Keyword-Analyse überarbeitet: Die Keyword-Analyse wurde überarbeitet und bietet jetzt mehr Daten.

    Überarbeitet: Keyword-Analyse

  • Links/Rechts-Frequenz überarbeitet: Bisher war es nur möglich zu sehen, ob ein Wort rechts, links oder gar keine Tendenz im Verhältnis zum Suchwort hat. Die neu überarbeitete Fassung bringt eine ganze Fülle neuer Informationen mit sich. So ist jede einzelne Position links oder rechts erkennbar.

    Überarbeitet: Links/Rechts-Frequenz

  • Layer, Layer, Layer: Im letzten Update wurde für alle relevanten Analysemodule die Möglichkeit geschaffen, die Daten zu exportieren. Mit dem Juni/Juli 2018 Update kommt jetzt die Möglichkeit, die Analyselayer für fast alle Analyse abzuändern. Damit lassen sich z. B. Kookkurrenzen auf Lemma oder POS Ebene berechnen.
  • Korpora – Überprüfung: Wurde alles richtig annotiert? Funktioniert die Satzgrenzenerkennung? Wurde jedes Dokument mit den gleichen Einstellungen annotiert?
    Wenn Sie ein neues Korpus laden, überprüft der CorpusExplorer jetzt jede Datei auf Integrität. Nur wenn es Probleme gibt, meldet sich der CorpusExplorer und schlägt Ihnen mögliche Lösungen vor – Aus diesen Lösungen können Sie dann per Mausklick auswählen.

    Neu: Korpora werden automatisch überprüft

  • XML-Skripte für Console: Ein bisher noch wenig genutztes (weil auch bisher wenig dokumentiertes) Feature ist die Möglichkeit, den CorpusExplorer per Konsole (also ohne GUI) zu steuern. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn Sie Analysen automatisieren möchten oder wenn der CorpusExplorer aus anderen Programmen/Programmiersprachen z. B. R aufrufen wollen. Dieses Feature wurde jetzt um die Möglichkeit erweitert, mehrere Befehle in einem XML-Skript zu speichern. Außerdem wurde das Feature jetzt besser Dokumentiert: [siehe]

    Neu: Abfragen mit XML-Skript

  • ElasticSearch: Der CorpusExplorer ist nun kompatibel mit ElasticSearch 6.x
  • Vereinheitlichung GUI: Die Eingabemasken für Suchausdrücke wurden vereinheitlicht. Der Farbauswahldialog (beta im letzten Update) ist jetzt für weitere Analysen verfügbar. Außerdem wurde der Dialog zum Anwählen alternativer Schnappschüsse (z. B. in Vergleichsanalysen) überarbeitet.
  • Fehler „Korpusname“: Wurde im Prozess „Dokumente annotieren“ ein Korpusname vergeben, der ungültige Pfadzeichen (wie z. B. „, :, \) enthielt, dann konnte dies zu zerstückelten Korpusnamen führen. Das Update behebt den Fehler, indem ungültige Pfadzeichen zukünftig durch Unterstriche „_“ ersetzt werden.
  • Überarbeitetes Installations-/Update-Packaging: Durch die neue Paketierung sind einzelnen Downloads kleiner – gerade Nutzer*innen mit schlechter Internetanbindung profitieren davon.
  • Aktiver Speicherschutz: Der CorpusExplorer ist so konzipiert, dass er das Maximum an Performance aus einem Rechner herausholt. Mehrere parallele Berechnungen und intensive Nutzung des Arbeitsspeichers erlauben Analysen, die viele andere Programme nicht oder nur wesentlich langsamer verarbeiten. Auf einigen Rechnern kann dies zu Problemen führen, insbesondere wenn weitere Programme im Hintergrund laufen und der Arbeitsspeicher knapp ist. Der neue Schutzmechanismus soll vermeiden, dass der Arbeitsspeicher überläuft – damit sollte der CorpusExplorer auf den betroffenen Rechnern weniger Abstürze verursachen.
  • Allgemeine Korrekturen und kleiner Bugfixes
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CorpusExplorer (Update Mai 2018)

Folgende Funktionen wurden in der Mai 2018-Version des CorpusExplorers hinzugefügt/verbesser:

  • Neue annotierbare Dateiformate:
    • Deutscher Bundestag Plenarprotokolle OpenAccess
    • Deutscher Bundestag Drucksachen OpenAccess
    • Deutscher Wortschatz Universität Leipzig
    • PostgreSQL Dump der Seite kleineanfrage.de
  • Neue Clone-Detection: Mittels Clone-Detection können Text-Dubletten erkannt und aus einem Korpus entfernt werden. Bisher gab es nur zwei Alternativen. Entweder die sehr schnelle und SHA512 basierte Analyse, die leider nur 100% Dubletten erkennt. Oder die sehr langsame vektorbasierte Analyse, die auch ähnliche Texte erkennen kann. Neu ist der Ansatz auf Basis von so gennaten Fuzzy Hashes (genauer: context triggered piecewise hashes (kurz: CTPH)). Dieser Ansatz kommt z. B. bei der Erkennung von SPAM/JUNK-Mails zum Einsatz und eignet sich hervorragend für die Analyse von stark recyelten Texten (z. B. Zeitungsartikeln in denen nur wenige Wörter oder Satzzeichen getauscht werden). CTPH verfügt über eine gute Performance und über eine gute Erkennungsrate und damit einen guten Mittelweg zwischen SHA512 und Vektoranalyse.
  • Neue Filter für Metadaten – Beginnt mit … & Endet auf …
  • Verbesserungen für einige weitere annotierbare Dateiformate wie PDF, APAEK (http://www.apaek.uni-frankfurt.de), etc.
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CorpusExplorer (Update April 2018) – schneller, exportfreudiger & neue Sprachmodelle

Auch wenn erst Ende März ist, so ist das April Update bereits fertig.

Neue Funktionen / Verbesserungen:

  • UDPipe – Teil 1: Der CorpusExplorer kann ab jetzt eine bestehende UDPipe inkl. Universal Dependencies Sprachmodelle ansprechen (Herstellerwebseite).
    UDPipe muss zuvor installiert und die UD-Sprachmodelle müssen im selben Verzeichnis liegen wie die „udpipe.exe“.
  • UDPipe – Teil 2: Für alle, denen die Installation von UDPipe zu kompliziert ist, gibt es ein CorpusExplorer-Addon. Dieses installiert UDPipe vollautomatisch inkl. aller verfügbaren Sprachmodelle (aktuell werden 69 Sprachen unterstützt). Das Addon wird auch zukünftig die Aktualisierung von UDPipe sicherstellen. Außerdem stellt das Addon einen performance-optimierten Tagger bereit.
    Daher: Wer UDPipe nur selten nutzen will oder nur wenige Sprachen benötigt, kann die integrierte Version (siehe: UDPipe – Teil 1) nutzen. Wer viele Sprachen benötigt oder große Korpora verarbeiten muss, der sollte das Addon nutzen. (UDPipe Addon herunterladen)
  • MarMoT: Als weiteres Addon wird der MarMoT POS-Tagger bereitgestellt. Dieser sehr exakte Tagger stellt 18 Sprachmodelle zur Verfügung. (MarMoT herunterladen)
  • Neue Autosplit-Optionen: Mittels Autosplit lassen sich Korpora in beliebige Subkorpora/Cluster zerteilen. Für Datumsangaben kommt die Möglichkeit hinzu, Jahrzehnte und Jahrhunderte zu splitten. Für alle Cluster-Splitter kann jetzt die Splitting-Methode gewählt werden. Zuvor war es nur möglich, die Cluster anhand der Werte zu befüllen. Dies führt jedoch in der Praxis zu Clustern mit sehr unterschiedlichen Größen. Cluster können jetzt einen gleichen (Dokument) oder ähnlichen (Token, Sätze) Umfang durch dynamische Grenzen erhalten. Gleichgroße oder ähnlich große Cluster lassen sich besser Vergleichen.
  • Export-Funktionen: Bisher hatten nur einige Analysen eine Export-Funktion. Ab jetzt können alle Analysedaten exportiert werden. Exportformate sind z. B. CSV, Excel, PDF, JSON, uvm.
  • Pivot-Tabelle Layout laden/speicher: Neben einer Export-Funktionalität für die Daten wurde alle Pivot-Analyse die Möglichkeit hinzugefügt, dass Layout (gewählte Spalten/Zeilen, Filterungen, Sortierungen, etc.) zu laden oder zu speichern.
  • Farbverlauf / Farbpalette (beta): Die Heatmap unter Korpusverteilung kann jetzt mit unterschiedlichen Farbverläufen eingefärbt werden. Unter anderem gibt es für den Druck einen Grauverlauf (falls keine Farbgrafiken erlaubt sind) und für Nutzer*innen mit eingeschränkter Farbwahrnehmung optimierte Farbverläufe (z. B. Orange <> Blau). Außerdem lässt sich der Farbverlauf invertieren. Für die Zukunft ist geplant weitere Analysen mit einer Farbauswahl auszustatten.
    Anmerkung: Falls Sie den CorpusExplorer nutzen und eine eingeschränkte Farbwahrnehmung haben, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mich kontaktieren und sich für Usability-Tests zur Verfügung stellen.
  • CEC6 [STREAM] – Neues Dateiformat (beta): Das CEC6-Format hat sich sehr bewährt und wird auch auf lange Sicht das Basisformat für den CorpusExplorer bleiben. Am Format selber wurden keine Änderungen vorgenommen, jedoch gibt es einen neuen Lese/Import-Prozess. Dieser lädt nicht wie üblich, alle Daten direkt in den Arbeitsspeicher (Pro: hohe Performance / Contra: Arbeitsspeicher ist stark begrenzt), sondern ließt nur die notwendigen Sprungmarken ein. Erst wenn eine Analyse startet, werden die notwendigen Daten von der Festplatte gelesen. Dadurch ist der Arbeitsspeicher ist nicht länger die Begrenzung, dafür reduziert sich jedoch die Performance etwas.
    Die bisherige Lösung zur Nutzung unbegrenzt großer Korpora auf Basis von Datenbanken (MySql, SQLite oder ElasticSearch – Addons siehe hier) wird dadurch keinesfalls obsolet. Zukünftig soll der STREAM-Zugriff automatisch aktiviert werden, wenn der CorpusExplorer Arbeitsspeicherengpässe erkennt. Die genannten Datenbank werden weiterhin gepflegt und erweitert – sie sind insbesondere für den Export und die Zusammenarbeit mit anderen Programmen vorgesehen.
  • Performance: Es gibt wie immer Performance-Optimierungen. Insbesondere für die Analysen „Volltext > Texte annotieren“ und „Frequenzanalyse > Tabelle“ – diese sind die meistgenutzten Analysen im Programm.
  • Fehlerkorrekturen: Wie immer wurden auch einige Fehler korrigiert.
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Korpus: Deutscher Bundestag Plenarprotokolle

Die anstehende DHd2018 (Köln) ist ein guter Anlass eine bestehende Korpus-Ressource zu veröffentlichen. Der Deutsche Bundestag veröffentlicht unter https://www.bundestag.de/service/opendata die Plenarprotokolle OpenAccess in einem sehr rudimentären XML-Format. Die vorhandenen Metadaten wurden extrahiert und der Text wurde korpuslinguistisch aufbereitet. Der Text wurde hierzu bereinigt, und mittels TreeTagger annotiert (POS, Lemma, Phrasen). Da das Korpus sehr umfangreich ist, wurde für jede Wahlperiode ein eigenes Korpus erstellt. Das analysefertige Gesamtkorpus (für den CorpusExplorer) kann unter [Korpora] herunter geladen werden.

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DHd2018 – CorpusExplorer Workshop

Am 26.02.2018 findet im Rahmen der DHd2018 ein Workshop mit dem Titel „CorpusExplorer v2.0 – Seminartauglich in einem halben Tag“ statt.
Wer schon jetzt einen Blick auf die Workshopinhalte werfen möchte, kann dies unter: https://lernen-mit.jan-oliver-ruediger.de/course/view.php?id=20
Der Workshop ist auf für Nicht-Teilnehmer*innen offen. Man kann sich also auch ohne DHd2018-Teilnahme am Workshopmaterial bedienen.
Anmeldung als Gast ist anonym – das Gast-Passwort lautet: dhd2018
Wer sich über die Webseite registriert (Registrierung nur mit Uni-Mailaccounts möglich), kann sogar den gesamten moodle-Kurs herunterladen (inkl. IMS-Alternative für z. B. BlackBoard oder ILIAS).
Hinweis: Nach der DHd2018 werde ich am Kurs noch einige Ergänzungen vornehmen. Daher lohnt ein erneuter Blick ab 05.03.2018.

Anregungen und Kritik sind immer willkommen.

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