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Vortrag am 19.11.2019: „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Korpuslinguistik?“ im Rahmen der „Ringvorlesung: Sprache und Kommunikation“ an der Universität Siegen

In dieser Ringvorlesung haben Sie die Möglichkeit, zahlreiche DozentInnen aus der Anglistik, der Germanistik und der Romanistik kennenzulernen. Sie werden Ihnen zentrale Bereiche aus der Linguistik und der Sprachlehr-/lernforschung vorstellen.
Eine Liste der DozentInnen und Themen sehen Sie unten..
Das Material zur Ringvorlesung finden Sie auf der Lernplattform Moodle (http://moodle.uni-siegen.de) – für den Zugriff ist ein ZIMT-Benutzerkonto (studentische E-Mail Adresse) erforderlich (für die Veranstaltung benötigen Sie kein gesondertes Passwort).

Bitte beachten Sie für die abzugegebenden Aufgaben die technisch terminierten Einreichungsfristen in moodle.
Die Dokumente, die Sie hochladen, sollten – sofern von den Dozierenden nicht anders verlangt – entweder im pdf-Format (bei Libre/Open Office können Sie diese z.B. aus dem Dokument erstellen) oder als doc-Datei (altes Word-Format) vorliegen und müssen folgende Benennung aufweisen: „Dozentennachname – Matrikelnummer“. Zudem müssen Sie in den Dokumenten selbst Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer angeben.

Um erfolgreich an der Ringvorlesung teilzunehmen, müssen insgesamt drei schriftliche Arbeiten nach je einem Drittel der Veranstaltung zu einem der Sitzungstermine im vorangegangenen Veranstaltungsdrittel elektronisch via moodle abgegeben werden. Jede/r DozentIn, wird dazu eine Aufgabe formulieren.
Die Abgabefrist für die Aufgaben endet je eine Woche nach dem Veranstaltungsdrittel und eine spätere Abgabe ist nicht möglich. Ggf. verlangen einzelne Dozierende eine nicht-elektronische Abgabe. Darauf wird aber dann von diesen explizit zu dem Veranstaltungstermin hingewiesen. An der Abgabefrist ändert sich dann nichts, aber zur Abgabe müssen Sie dann die Postfächer der jeweiligen Dozierenden nutzen. Bei allen anderen Dozierenden ist ausschließlich die elektronische Einreichung via moodle möglich.
Für die elektronische Noteneintragung müssen Sie sich zu gegebener Zeit (siehe Erinnerungsmail seitens der Fakultät) in unisono für die Studienleistung anmelden.
Es müssen min. 2 von 3 Aufgaben bestanden sein. Wenn 2 Aufgaben nicht bestanden wurden (das steht bis zum Ende des Semesters fest), besteht die Möglichkeit, eine der beiden Aufgaben einmalig zu überarbeiten. Diese Überarbeitung muss bzgl. Inhalt, Abgabetermin und Abgabeform mit der/dem jeweiligen Dozentin/Dozenten abgesprochen werden. Sollte die Aufgabe auch nach dieser Überarbeitung nicht bestanden sein (oder von Beginn an alle 3 Aufgaben nicht bestanden sein), ist die Veranstaltung insgesamt nicht bestanden und muss in einem späteren Wintersemester wiederholt werden. (Die freiwillige Abgabe von mehr als 3 Aufgaben hat keinen positiven Einfluss auf die Benotung; es wird je nur die erste Aufgabe des jeweiligen Veranstaltungsdrittels gewertet; zudem ist keine Überarbeitung von mehr als einer Aufgabe möglich.)
Plagiierte Arbeiten (z.B. von KommilitonInnen abgeschriebene Aufgabenbearbeitungen) führen bei allen (!) daran Beteiligten zu einem Nichtbestehen („n.b.“). Die Ringvorlesung gilt damit als nicht bestanden und kann frühestens in einem späteren Wintersemester wiederholt werden.
Eine Liste (ohne Namen, Matrikelnummer-sortiert) mit den bereits bewerteten Aufgaben wird regelmäßig aktualisiert (sobald Noten mehrerer DozentInnen vorliegen) in moodle hochgeladen.
Selbstverständlich können Sie, wenn Sie Fragen zum Thema und/oder zur Benotung haben, die jeweiligen DozentInnen in der Sprechstunde aufsuchen (bitte beachten Sie dafür ggf. im Vorfeld zu vereinbarende Gesprächstermine je nach DozentIn).

Falls Sie noch Fragen haben: In der ersten Sitzung werden Ihnen die Modalitäten der Veranstaltung genau erläutert.

Terminübersicht (Datum__DozentIn__Thema):

  • 08.10.19__Gerwinski__Organisation der Veranstaltung & Infos zum Studiengang SK
  • 15.10.19__Baumann__Grammatische Zweifelsfälle
  • 22.10.19__Klein__Sprachliche und andere Zeichen
  • 29.10.19__Koch__Europäische Sprachenpolitik
  • 05.11.19__Wolter__Sprachen lehren und lernen
  • 12.11.19 entfällt
  • 19.11.19__Rüdiger__Korpuslinguistik
  • 26.11.19__Gerwinski__Konversationsanalyse
  • 03.12.19__Habscheid__Textlinguistik
  • 10.12.19__Thörle__Mehrsprachigkeit
  • 17.12.19__Jautz__Mentales Lexikon
  • 07.01.20__Albers__Sprache und Gender
  • 14.01.20__Vogel, F.__Strategische Kommunikation
  • 21.01.20__Kunter__Sprache und Information

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Vortrag: „Maschinelle Sprachverarbeitung in der Diskursanalyse – Ein Überblick“ im Rahmen der „Ringvorlesung: Kommunikative Strategien des Politischen – Einblicke in die computergestützte Diskursforschung“ (Universität Siegen)

Vortrag: „Maschinelle Sprachverarbeitung in der Diskursanalyse – Ein Überblick“ im Rahmen der „Ringvorlesung: Kommunikative Strategien des Politischen – Einblicke in die computergestützte Diskursforschung“ (Universität Siegen)

Zeit & Ort: WS 2019/20 (immer Mi, 16-18 Uhr) im Hörsaal AR-B 2104/05 an der Universität Siegen

Die Ringvorlesung verknüpft zwei hochaktuelle wie auch brisante Themen unserer Gesellschaft, nämlich erstens Algorithmen und Methoden der maschinellen Sprachverarbeitung, zweitens strategische Kommunikation in öffentlichen Diskursen.

Die Entwicklung neuer Forschungsmethoden in der Korpus- und Computerlinguistik, Sprachinformatik oder auch in neueren Varianten der Medienwissenschaft erlauben uns heute die induktive Auswertung großer Datenmengen (mehrere Tausend bis Millionen von Texten), etwa zur Beschreibung von Sprachgebrauchsmustern, massenmedialen Images oder sozialen Netzwerken. Die Ergebnisse dieser algorithmisierten Forschung finden ihrerseits Anwendung in verschiedenen Bereichen, etwa in der Mensch-Computer-Interaktion (z.B. mit Einsatz von Sprachassistenten in immer mehr Haushalten und Gerätekategorien), in der automatisierten Erkennung von „Spam“/“Junk“-Nachrichten oder „Hatespeech“, in digitalen Nachschlagewerken oder Expertensystemen zur Optimierung von Gesetzesentwürfen in der Legislative. Nicht nur für angehende Geistes-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen innerhalb der Universität, auch in der Alltagspraxis von Unternehmen und Verwaltung wird es zukünftig immer wichtiger, Kompetenzen zum Umgang mit algorithmisierter Sprachverarbeitung aufzubauen. Dies erfordert ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise und der Grenzen ihres Einsatzes, um die Methoden kritisch zu hinterfragen und aktiv zur Weiterentwicklung maschineller Sprachverarbeitung beizutragen.

Besonders deutlich wird dies in der computergestützten Kommunikation öffentlicher Diskurse: Ist es wirklich möglich, Wahlen mit „Chatbots“ zu beeinflussen? Wie funktioniert User-Tracking, staatliche Überwachung oder die automatisierte Auswahl von Job-BewerberInnen mithilfe algorithmisierter Sprachanalyse und welche Risiken ergeben sich daraus für den demokratischen Alltag des Einzelnen? Oder umgekehrt: Wie lassen sich computergestützte Analysemethoden fruchtbar machen, um die Verfasstheit von Diskursen – die Denk- und Machtmuster – in digitalisierten Gesellschaften zu untersuchen und Formen strategischer Kommunikation (von verdeckter Werbung, über Fake-News und Lobbyismus bis hin zu Propaganda) sichtbar(er) zu machen?

Studienleistung: Eine Studienleistung kann durch Bestehen eines kurzen (halbstündigen) Tests am Ende der Veranstaltung erworben werden.
Prüfungsleistung: Eine Prüfungsleistung kann erwerben, wer als Teil einer Studiengruppe eine kleine empirische Analyse im Rahmen des Veranstaltungsthemas erarbeitet, am Ende der Ringvorlesung mündlich vorstellt und im Anschluss in einem wissenschaftlichen Essay (im Umfang von etwa 8 Seiten) ausarbeitet.

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