Vorträge

Vortrag am 25.11.2019: „Erstellen und Erschließen von Korpusdaten mittels CorpusExplorer“ im Rahmen des „Digillu-Workshop: Zusammenstellung und Erschließung von Korpusdaten“ an der BBAW

Methoden zur Zusammenstellung und Erschließung von Texten werden nicht nur in der Linguistik, sondern allgemein in den Geisteswissenschaften und jenseits von fachlichen Grenzen vielseitig eingesetzt, nicht zuletzt seit dem empirical turn. Ohne maschinell gestützte Herangehensweisen sind manche Textsammlungen nicht mehr produktiv für die Forschung zu greifen, zu überprüfen oder zu durchleuchten. Es wird nicht mehr nur gelesen, es wird immer häufiger auch eingelesen, wobei diese Entwicklung und die damit einhergehenden Denkverfahren, Arbeitsschritte und Standards hinterfragt und eingeordnet werden sollten.

Der am 25.11. an der BBAW stattfindende Workshop bietet eine interdisziplinäre, mehrsprachige Bühne für einen wissenschaftlich fundierten Austausch. Im Blickpunkt stehen verschiedene Prozesse des Lesens, zum Beispiel die Erfassung von Keilschrift und Frakturschrift, bis hin zum tatsächlichen Einlesen mithilfe korpus- und computerlinguistischer Werkzeuge. Das breite fachliche Spektrum (u.a. Amerikanistik, Linguistik, Philosophie) und der Fokus auf junge, international aktive Forscher*innen werden dem Workshop ein besonderes Momentum verleihen.

Infos

Diese Veranstaltung wird von verschiedenen Projektpartnern ermöglicht, u.a. dem deutsch-französischen Forschungsverband CIERA. Tagungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.

25. November 2019 – 9.30 bis 17.30 Uhr
Raum 228
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Es sind noch wenige Plätze verfügbar, um Anmeldung wird gebeten: ed.wabbnull@iserabrab

Verantwortlich für die Organisation sind Adrien Barbaresi (BBAW) und Maud Ehrmann (DHLAB – Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne, EPFL).

Programm

Empfang ab 9.30 Uhr

  • 9.45-10.45 Uhr: Antoine Doucet (Univ. La Rochelle): Keynote
  • 10.45-11.15 Uhr: Marine Béranger (Collège de France): Assessing Literacy in Mesopotamia Using Digital Technologies: A Case Study Based On The Royal Secretary

Kaffeepause

  • 11.30-12 Uhr: Naomi Truan (Univ. Leipzig): Gesprochene Sprache und Transkription: die XML-TEI Annotation von Parlamentsdebatten
  • 12-12.30 Uhr: Susanne Haaf (BBAW): Auswertung von TEI-Korpora für die Ermittlung von Differenzierungskriterien historischer Textsorten

Lunch

  • 14-14.30 Uhr: Jan Oliver Rüdiger (Univ. Siegen): Erstellen und Erschließen von Korpusdaten mittels CorpusExplorer
  • 14.30-15 Uhr: Melanie Andresen (Univ. Hamburg): Data-Driven Corpus Exploration with Syntactic Annotations
  • 15-15.30 Uhr: Anatole Lucet (ENS Lyon – HFG Karlsruhe): Que peut le numérique en histoire de la philosophie ? L’exemple des œuvres de Gustav Landauer

Kaffeepause

  • 15.45-16.15 Uhr: Raphaël Barman (DHLAB, EPFL): Newspaper semantic segmentation using visual and textual features
  • 16.15-16.45 Uhr: Jana Keck (Univ. Stuttgart): Digging into America’s 19th-Century German-Language Newspapers with Text Reuse and Word Vector Models
  • 16.45-17.15 Uhr: Gaël Lejeune (STIH, Sorbonne Université): Preserving Linguistic Observables in an NLP pipeline : Virtues and Flaws of the reductionist approach

17.15 Uhr: Bilanz


Informationen auf Französisch über die Reihe von Veranstaltungen: https://digillu.hypotheses.org

Mehr

Vortrag am 19.11.2019: „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Korpuslinguistik?“ im Rahmen der „Ringvorlesung: Sprache und Kommunikation“ an der Universität Siegen

In dieser Ringvorlesung haben Sie die Möglichkeit, zahlreiche DozentInnen aus der Anglistik, der Germanistik und der Romanistik kennenzulernen. Sie werden Ihnen zentrale Bereiche aus der Linguistik und der Sprachlehr-/lernforschung vorstellen.
Eine Liste der DozentInnen und Themen sehen Sie unten..
Das Material zur Ringvorlesung finden Sie auf der Lernplattform Moodle (http://moodle.uni-siegen.de) – für den Zugriff ist ein ZIMT-Benutzerkonto (studentische E-Mail Adresse) erforderlich (für die Veranstaltung benötigen Sie kein gesondertes Passwort).

Bitte beachten Sie für die abzugegebenden Aufgaben die technisch terminierten Einreichungsfristen in moodle.
Die Dokumente, die Sie hochladen, sollten – sofern von den Dozierenden nicht anders verlangt – entweder im pdf-Format (bei Libre/Open Office können Sie diese z.B. aus dem Dokument erstellen) oder als doc-Datei (altes Word-Format) vorliegen und müssen folgende Benennung aufweisen: „Dozentennachname – Matrikelnummer“. Zudem müssen Sie in den Dokumenten selbst Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer angeben.

Um erfolgreich an der Ringvorlesung teilzunehmen, müssen insgesamt drei schriftliche Arbeiten nach je einem Drittel der Veranstaltung zu einem der Sitzungstermine im vorangegangenen Veranstaltungsdrittel elektronisch via moodle abgegeben werden. Jede/r DozentIn, wird dazu eine Aufgabe formulieren.
Die Abgabefrist für die Aufgaben endet je eine Woche nach dem Veranstaltungsdrittel und eine spätere Abgabe ist nicht möglich. Ggf. verlangen einzelne Dozierende eine nicht-elektronische Abgabe. Darauf wird aber dann von diesen explizit zu dem Veranstaltungstermin hingewiesen. An der Abgabefrist ändert sich dann nichts, aber zur Abgabe müssen Sie dann die Postfächer der jeweiligen Dozierenden nutzen. Bei allen anderen Dozierenden ist ausschließlich die elektronische Einreichung via moodle möglich.
Für die elektronische Noteneintragung müssen Sie sich zu gegebener Zeit (siehe Erinnerungsmail seitens der Fakultät) in unisono für die Studienleistung anmelden.
Es müssen min. 2 von 3 Aufgaben bestanden sein. Wenn 2 Aufgaben nicht bestanden wurden (das steht bis zum Ende des Semesters fest), besteht die Möglichkeit, eine der beiden Aufgaben einmalig zu überarbeiten. Diese Überarbeitung muss bzgl. Inhalt, Abgabetermin und Abgabeform mit der/dem jeweiligen Dozentin/Dozenten abgesprochen werden. Sollte die Aufgabe auch nach dieser Überarbeitung nicht bestanden sein (oder von Beginn an alle 3 Aufgaben nicht bestanden sein), ist die Veranstaltung insgesamt nicht bestanden und muss in einem späteren Wintersemester wiederholt werden. (Die freiwillige Abgabe von mehr als 3 Aufgaben hat keinen positiven Einfluss auf die Benotung; es wird je nur die erste Aufgabe des jeweiligen Veranstaltungsdrittels gewertet; zudem ist keine Überarbeitung von mehr als einer Aufgabe möglich.)
Plagiierte Arbeiten (z.B. von KommilitonInnen abgeschriebene Aufgabenbearbeitungen) führen bei allen (!) daran Beteiligten zu einem Nichtbestehen („n.b.“). Die Ringvorlesung gilt damit als nicht bestanden und kann frühestens in einem späteren Wintersemester wiederholt werden.
Eine Liste (ohne Namen, Matrikelnummer-sortiert) mit den bereits bewerteten Aufgaben wird regelmäßig aktualisiert (sobald Noten mehrerer DozentInnen vorliegen) in moodle hochgeladen.
Selbstverständlich können Sie, wenn Sie Fragen zum Thema und/oder zur Benotung haben, die jeweiligen DozentInnen in der Sprechstunde aufsuchen (bitte beachten Sie dafür ggf. im Vorfeld zu vereinbarende Gesprächstermine je nach DozentIn).

Falls Sie noch Fragen haben: In der ersten Sitzung werden Ihnen die Modalitäten der Veranstaltung genau erläutert.

Terminübersicht (Datum__DozentIn__Thema):

  • 08.10.19__Gerwinski__Organisation der Veranstaltung & Infos zum Studiengang SK
  • 15.10.19__Baumann__Grammatische Zweifelsfälle
  • 22.10.19__Klein__Sprachliche und andere Zeichen
  • 29.10.19__Koch__Europäische Sprachenpolitik
  • 05.11.19__Wolter__Sprachen lehren und lernen
  • 12.11.19 entfällt
  • 19.11.19__Rüdiger__Korpuslinguistik
  • 26.11.19__Gerwinski__Konversationsanalyse
  • 03.12.19__Habscheid__Textlinguistik
  • 10.12.19__Thörle__Mehrsprachigkeit
  • 17.12.19__Jautz__Mentales Lexikon
  • 07.01.20__Albers__Sprache und Gender
  • 14.01.20__Vogel, F.__Strategische Kommunikation
  • 21.01.20__Kunter__Sprache und Information

[LINK]

Mehr

Vortrag: „Maschinelle Sprachverarbeitung in der Diskursanalyse – Ein Überblick“ im Rahmen der „Ringvorlesung: Kommunikative Strategien des Politischen – Einblicke in die computergestützte Diskursforschung“ (Universität Siegen)

Vortrag: „Maschinelle Sprachverarbeitung in der Diskursanalyse – Ein Überblick“ im Rahmen der „Ringvorlesung: Kommunikative Strategien des Politischen – Einblicke in die computergestützte Diskursforschung“ (Universität Siegen)

Zeit & Ort: WS 2019/20 (immer Mi, 16-18 Uhr) im Hörsaal AR-B 2104/05 an der Universität Siegen

Die Ringvorlesung verknüpft zwei hochaktuelle wie auch brisante Themen unserer Gesellschaft, nämlich erstens Algorithmen und Methoden der maschinellen Sprachverarbeitung, zweitens strategische Kommunikation in öffentlichen Diskursen.

Die Entwicklung neuer Forschungsmethoden in der Korpus- und Computerlinguistik, Sprachinformatik oder auch in neueren Varianten der Medienwissenschaft erlauben uns heute die induktive Auswertung großer Datenmengen (mehrere Tausend bis Millionen von Texten), etwa zur Beschreibung von Sprachgebrauchsmustern, massenmedialen Images oder sozialen Netzwerken. Die Ergebnisse dieser algorithmisierten Forschung finden ihrerseits Anwendung in verschiedenen Bereichen, etwa in der Mensch-Computer-Interaktion (z.B. mit Einsatz von Sprachassistenten in immer mehr Haushalten und Gerätekategorien), in der automatisierten Erkennung von „Spam“/“Junk“-Nachrichten oder „Hatespeech“, in digitalen Nachschlagewerken oder Expertensystemen zur Optimierung von Gesetzesentwürfen in der Legislative. Nicht nur für angehende Geistes-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen innerhalb der Universität, auch in der Alltagspraxis von Unternehmen und Verwaltung wird es zukünftig immer wichtiger, Kompetenzen zum Umgang mit algorithmisierter Sprachverarbeitung aufzubauen. Dies erfordert ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise und der Grenzen ihres Einsatzes, um die Methoden kritisch zu hinterfragen und aktiv zur Weiterentwicklung maschineller Sprachverarbeitung beizutragen.

Besonders deutlich wird dies in der computergestützten Kommunikation öffentlicher Diskurse: Ist es wirklich möglich, Wahlen mit „Chatbots“ zu beeinflussen? Wie funktioniert User-Tracking, staatliche Überwachung oder die automatisierte Auswahl von Job-BewerberInnen mithilfe algorithmisierter Sprachanalyse und welche Risiken ergeben sich daraus für den demokratischen Alltag des Einzelnen? Oder umgekehrt: Wie lassen sich computergestützte Analysemethoden fruchtbar machen, um die Verfasstheit von Diskursen – die Denk- und Machtmuster – in digitalisierten Gesellschaften zu untersuchen und Formen strategischer Kommunikation (von verdeckter Werbung, über Fake-News und Lobbyismus bis hin zu Propaganda) sichtbar(er) zu machen?

Studienleistung: Eine Studienleistung kann durch Bestehen eines kurzen (halbstündigen) Tests am Ende der Veranstaltung erworben werden.
Prüfungsleistung: Eine Prüfungsleistung kann erwerben, wer als Teil einer Studiengruppe eine kleine empirische Analyse im Rahmen des Veranstaltungsthemas erarbeitet, am Ende der Ringvorlesung mündlich vorstellt und im Anschluss in einem wissenschaftlichen Essay (im Umfang von etwa 8 Seiten) ausarbeitet.

[LINK]

Mehr

Workshop 19.03./20.02.2019 – „Information Extraction aus frühneuhochdeutschen Texten“

Die automatisierte Erschließung historischer Texte, deren Sprache und Orthografie noch keiner Standardisierung unterliegt, ist schwierig. Am Zentrum für Informationsmodellierung laufen zur Zeit drei Projekte, die sprachlich im Frühneuhochdeutschen angesiedelt sind: die Erforschung frühneuzeitlicher Diplomatenkorrespondenz (fwf, P 30091), die Edition von Reichstagsakten von 1576 (fwf, I 3446) und die Erschließung und Auswertung spätmittelalterlicher Kochrezepte (fwf, I 3614). Um eine computergestützte Aufbereitung sprachlicher Inhalte bei der Texterschließung einsetzen zu können, richten die drei Projekte in Kooperation mit dem HRSM Projekt KONDE – Kompetenznetzwerk Digitale Edition einen Workshop aus, in dem NLP-Methoden und Werkzeuge zum Information Extraction auf frühneuhochdeutsche Texte angewandt werden sollen. Der Workshop umfasst folgende Einheiten:

 

Montag Nachmittag, 18.03.2019:

  • Einführung in die Varianz des Frühneuhochdeutschen (Erika Windberger-Heidenkummer, Universität Graz)

Dienstag, 19.03.2019:

Mittwoch Vormittag, 20.03.2019:

Der Workshop wird auf das Textmaterial der Projekte fokussieren, Interessierte sind aber prinzipiell willkommen! Die Teilnahme ist für zentrumsexterne Personen allerdings kostenpflichtig (€200.-/Person); Anmeldungen bitte bei ta.zarg-inunull@gulk.tumleh

Mehr

DHd2018 – CorpusExplorer Workshop

Am 26.02.2018 findet im Rahmen der DHd2018 ein Workshop mit dem Titel „CorpusExplorer v2.0 – Seminartauglich in einem halben Tag“ statt.
Wer schon jetzt einen Blick auf die Workshopinhalte werfen möchte, kann dies unter: https://lernen-mit.jan-oliver-ruediger.de/course/view.php?id=20
Der Workshop ist auf für Nicht-Teilnehmer*innen offen. Man kann sich also auch ohne DHd2018-Teilnahme am Workshopmaterial bedienen.
Anmeldung als Gast ist anonym – das Gast-Passwort lautet: dhd2018
Wer sich über die Webseite registriert (Registrierung nur mit Uni-Mailaccounts möglich), kann sogar den gesamten moodle-Kurs herunterladen (inkl. IMS-Alternative für z. B. BlackBoard oder ILIAS).
Hinweis: Nach der DHd2018 werde ich am Kurs noch einige Ergänzungen vornehmen. Daher lohnt ein erneuter Blick ab 05.03.2018.

Anregungen und Kritik sind immer willkommen.

Mehr

Vortrag: Universität Kassel – Ringvorleseung 2012 DaF/Z – Digitale Medien

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung:
„Digitale Medien – neues Lernen für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache?“ [Programm der Ringvorlesung 2012]

Vortragstitel:
„E-Learning-Projekte gestalten und umsetzen: Erfahrungen aus dem Aufbau einer Online-Lernplattform am IWD“

Datum:
10.12.2012

Redner:
Jan Oliver Rüdiger

Vortragsbeschreibung
(erstellt von Mengmeng Hu, Yuanmeng Wang, Hui Shi)

Jan Oliver Rüdiger studiert Germanistik an der Universität Kassel und arbeitet beim Institut zur Weiterbildung in Deutsch als Fremdsprache (IDW). Sein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich elektronischer Medien und er ist maßgeblich am Aufbau der Online-Lernplattform  für das IWD beteiligt.

Der Kernsatz seines Vortrags lautet: „Schaffe einen Mehrwert durch einfache, motivierende und integrative Ideen!

Für die folgenden Fragen werden in diesem Vortrag nach Antworten gesucht:

  • Was sind die Grenzen bzw. Möglichkeiten des E-Learnings?
  • Wie wählt man aus der Fülle von verfügbaren Systemen (z. B. Moodle,   Illias) ein E-Learning-System aus?
  • Wie kann man ein E-Learning-System testen und/oder validieren?
  • Wie überführe ich Inhalte aus der „nicht digitalen Welt“ in die „digitale Welt“?
  • Warum fällt es vielen Lehrer und Dozenten so schwer, sich auf E-Learning einzulassen?
  • Was unterscheidet eine „digitale Materialsammlung“ von E-Learning?
  • Wie reduziere ich den Arbeitsaufwand für die Erstellung von  E-Learning-Materialien?

[Zusammenfassung des Vortrags, ebenfalls von: Mengmeng Hu, Yuanmeng Wang, Hui Shi]

Mehr

Folge mir auf Twitter